Büffel spielen für den Totenkult der Toraja eine große Rolle. Sie gelten als Bindeglied zwischen der Welt der Lebenden und der Toten und werden bei der Zeremonie geopfert.
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Büffel spielen für den Totenkult der Toraja eine große Rolle. Sie gelten als Bindeglied zwischen der Welt der Lebenden und der Toten und werden bei der Zeremonie geopfert.

Keine Mühen und Kosten werden gescheut: Für die Totenfeier von Ruth Balla sollen in einem provisorischen Dorf mehr als 1000 Gäste beherbergt werden.

Nisel Patu Sibilang feiert die Beerdigung ihrer Mutter: Eine Beerdigungszeremonie bei den Toraja kostet so viel Geld, dass die Toten oft jahrelang nicht beerdigt werden können.

Verstorbene werden in Felsengräbern beigesetzt: Beim Volk der Toraja auf der zu Indonesien gehörenden Insel Sulawesi ist der Tod allgegenwärtig.

Tau-Tau werden bei den Toraja die handgeschnitzten Figuren genannt, die das genaue Abbild der Verstorbenen darstellen. Sie werden vor den Familiengräbern platziert.
Übersicht
Auf der zu Indonesien gehörenden Insel Sulawesi dreht sich schon zu Lebzeiten der Bewohner alles um den Tod, vielmehr um die Beerdigung. Der Totenkult der Toraja kann mehrere Hunderttausend Euro verschlingen, was die Bestattung verstorbener Verwandter oft auf Jahre unmöglich macht. So behalten die Angehörigen ihre Toten so lange im Haus, bis sie das Geld für die aufwendigen Feierlichkeiten zusammen haben.
Die Toraja und ihr komplexer Ahnenkult lassen einen anderen Blick auf den Tod werfen.
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Im Norden der Insel Sulawesi leitet Isac die
Arbeiter an, die seit Wochen damit beschäftigt sind, ein provisorisches Dorf für die Bestattungsfeierlichkeiten seiner Mutter zu bauen. Isac legt großen Wert darauf, die Bestattungsrituale, die seiner Familie und ihrem sozialen Status entsprechen, zu wahren. Doch die immensen Kosten, die er und seine Geschwister dafür auf sich nehmen müssen, kann er erst jetzt, 21 Jahre nach ihrem Tod, aufbringen.Tausend Gäste sollen auf der siebentägigen Feier bewirtet werden, dafür werden nur zu diesem
Anlass die typischen Häuser mit Dachvorsprüngen gebaut, die an riesige Schiffe erinnern. Eine genaue Abfolge opulenter Abschiedsrituale nimmt seinen Lauf, auch eine Tau-Tau-Figur, nach dem getreuen
Abbild der Mutter, wird von einem erfahrenen Bildhauer aus speziellem Holz gefertigt. Und nicht zuletzt sollen viele Büffel aus Anlass der Zeremonie geopfert werden - einerseits zur Verpflegung der Arbeiter und Gäste, andererseits, weil der Büffel als zentrales Symbol in der Toraja-Kultur die Verstorbenen auf ihrer Reise ins Jenseits begleitet.Der Büffel gilt als Bindeglied zwischen der Welt der Lebenden und der Welt der Toten. Je mehr Büffel geopfert werden, desto mehr Wohlstand und Ansehen wird der Familie zugeschrieben - ein wichtiges Element der Toraja-Kultur. Doch es läuft nicht so, wie Isac sich das vorgestellt hatte. Seine verstorbene Mutter wird wohl noch etwas warten müssen, bis sie ins Reich der Toten darf. 40 Kilometer entfernt von Isacs Dorf hat hingegen eine andere Familie alle Herausforderungen gemeistert und begleitet ihre Verstorbene in einer prunkvollen Zeremonie ins Jenseits.
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