Kanadas deutsche Küste

Lunenburg in Nova Scotia
Folge 1

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Land und Leute
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Jedes Jahr treten die Bewohner Lunenburgs zum traditionellen "Dorie-Race" an, dem Wettrudern in klassischen Holzbooten.


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Jedes Jahr treten die Bewohner Lunenburgs zum traditionellen "Dorie-Race" an, dem Wettrudern in klassischen Holzbooten.


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Vor der kargen und malerischen Küste Nova Scotias sucht Ollie Cote nach "Irish Moss", Seegras.


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Sauerkraut mit Meerblick. An der Küste wird Kohl für das typische Gericht Lunenburgs angebaut. Die Nachfahren deutscher Einwanderer lieben Sauerkraut.


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Glen Rhodenizer baut Kohl für Sauerkraut an. Seine Familie ist vor 10 Generationen aus Norddeutschland eingewandert.


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Gefälltes Holz wird in Nova Scotia noch immer mit Pferden aus den Unwegsamen Küstenwäldern geholt.


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Lunenburg ist ein idyllischer Ort ganz aus Holz gebaut und Unesco-Weltkulturerbe.


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Glen Rhodenizer baut Kohl für Sauerkraut an. Seine Familie ist vor 10 Generationen aus Norddeutschland eingewandert.

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    Details

    Das Städtchen Lunenburg an der kanadischen Ostküste wurde 1753 von norddeutschen Einwanderern gegründet. Der idyllische Ort, ganz aus Holz erbaut, zählt heute zum UNESCO-Weltkulturerbe.Im 19. Jahrhundert war Lunenburg eine der reichsten Städte des britischen Königreichs, zu Wohlstand gekommen durch Fischerei und Schiffsbau.
    Bis heute ist das traditionelle Gericht in allen Restaurants Sauerkraut.Glenn Rhodenizers Familie geht über zehn Generationen direkt auf die deutschen Einwanderer zurück. Und was die Rhodenizers auf ihren Feldern direkt am Meer vor allem anbauen, könnte kaum typischer sein: Es ist Weißkohl, den die Bauernfamilie zu Sauerkraut verarbeitet. Sauerkraut gibt es in dieser Gegend in jedem Restaurant und in jedem Supermarkt, es ist die Spezialität der Region.Das Erbe des Holzboot-Baus wird von David Westergard erfolgreich gepflegt. In seinem uralten Schuppen setzt er gerade einen 20 Meter langen Schoner aus vier verschiedenen heimischen Holzarten zusammen. Holzboote zu bauen, sagt er, sei wie Slow Food: nachhaltig, bewusst, umweltschonend, abfallfrei.Auch die traditionellen „Dories“ sind aus Holz: die Ruderboote dieser Gegend, die früher von Fischern genutzt wurden. Einmal im Jahr treten Teams aus Kanada und den benachbarten USA gegeneinander an, zum großen „Dorie“-Rennen direkt vor der idyllischen Wasserfront der Stadt. Danette Eden hat ein Jahr zuvor gewonnen und den ganzen Winter über hart trainiert, um ihren Titel zu verteidigen.Auch Ollie Cote ist im „Dorie“ unterwegs, aber beruflich. Er sammelt „Irish Moss“ - Seegras. Dieser besonders wertvolle Grundstoff für Lebensmittel und Kosmetik ist in Nova Scotia von besonders guter Qualität. Auch wenn die Industrie große Mengen benötigt: Geerntet wird von Hand und vom kleinen Bötchen aus, als wäre die Zeit stehen geblieben.Obwohl dort nur knapp 3000 Menschen leben, konnte sich Lunenburg in seinen Glanzzeiten zu Beginn des 20. Jahrhunderts sogar ein Opernhaus leisten, gestiftet von den reichen Schiffsbauern. Den Niedergang des Schiffbaus überlebte die Oper zunächst als Kino, doch seit den 1970er-Jahren war sie dem Verfall preisgegeben. Farley Blackman hat sich die Rettung des Opernhauses zur Lebensaufgabe gemacht und kann jetzt, nach einem Jahrzehnt Arbeit, die Wiedereröffnung feierlich begehen.Lunenburg ist ganz auf Holz gebaut: die hölzernen Schiffe, die einst den Reichtum brachten, die hölzernen Häuser, die den Charme des Städtchens ausmachen, die hölzerne Oper, die in neuem Glanz erstrahlt. Und das Holz wird in Nova Scotia bis heute auf traditionelle Art gewonnen. Mit Pferden ziehen „Horse Logger“ die gefällten Stämme aus den hügeligen und felsigen Wäldern, unpassierbar für Motorfahrzeuge. Kristan Kelley bildet mit seinem Lieblingspferd Belle ein eingespieltes Team. Im tief verschneiten Winterwald kennen beide ihre Rollen und Wege, um den Baustoff, der Lunenburg reich und schön machte, aus den endlosen Küstenwäldern zu holen.Für den Zweiteiler „Kanadas deutsche Küste“ hat ein Filmteam aus Halifax die Bewohner Lunenburgs ein ganzes Jahr lang begleitet, in allen Jahreszeiten. So entstand das berührende Porträt einer Stadt und Region, die von einem wohlhabenden Zentrum der Fischerei und des Holzschiffbaus nach langen Jahren des Niedergangs wieder zu einem betriebsamen Juwel an der kanadischen Küste wurde, UNESCO-Weltkulturerbe mit reicher Tradition und hoher Lebensqualität.

    Hinweis

    Personen

    von:Rachel Bower


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