Die letzten Geheimnisse des Orients

Rückkehr nach Syrien (Deutschland, 2025)

bis 20:15
Dokumentation
  • Stereo
  • Breitwand-Format 16:9
  • Untertitel
  • HDTV
  • 20250427193000
VPS 19:30

Die Stadt Apameia am Orontes hat während des Bürgerkrieges traurige Berühmtheit erlangt, weil es dort besonders viele Raubgrabungen gibt.


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Die Stadt Apameia am Orontes hat während des Bürgerkrieges traurige Berühmtheit erlangt, weil es dort besonders viele Raubgrabungen gibt.


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Die Kreuzfahrerburg "Krak des Chevalliers" ist eine von sechs UNESCO-Weltkulturerbestätten in Syrien. Sie alle stehen seit Ausbruch des Bürgerkrieges auf der Roten Liste des gefährdeten Erbes.


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Auch in Aleppo, das als Wirtschaftszentrum Syriens gilt, wurden weite Teile der Stadt während des Bürgerkrieges zerstört. Ein Großteil der geflüchteten Bevölkerung ist aber bereits zurückgekehrt.


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Der Baaltempel von Palmyra galt nach der Zeitenwende als eines der wichtigsten Kultzentren im Nahen Osten. Von dem stolzen Bauwerk steht nur noch das Eingangstor, nachdem islamische Terroristen des Islamischen Staates den Tempel im August 2015 sprengten.


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Die Alawiten sind eine religiöse Minderheit in Syrien, zu denen auch die Familie des gestürzten Diktators Bashar al Assad gehört. Sie stehen den neuen Machthabern skeptisch gegenüber. Scheich Mundher Ahmed (l.) ruft seine alawitischen Glaubensbrüder zur Besonnenheit auf.


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Der Frieden im Vielvölkerstaat Syrien hängt auch davon ab, wie viel Toleranz die strenggläubige, jetzt regierende HTS gegenüber den kleineren Religionsgemeinschaften zeigen wird. Dr. Mohammed Habash (l.) ist davon überzeugt, dass ein friedliches Zusammenleben möglich ist.


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Daniel Gerlach im Simeonskloster, im Norden Syriens: dort verschanzten sich während des Bürgerkrieges zeitweise Rebellen, die hier auch Schießübungen durchführten.


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Mehr als 2000 Jahre nach seiner Errichtung wurde der Baaltempel von Palmyra durch Terroristen des Islamischen Staates im August 2015 gesprengt. Nur das Eingangstor hat der Sprengung standgehalten.


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Die Wüstenstadt Palmyra, auch Tadmor genannt, erlebte ihre Blütezeit im 1. Jahrhundert nach Christus. Sie galt als wichtigste Station auf der Karawanenstraße von Damaskus zum Fluss Euphrat.


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Überall in Syrien sind Spuren des Bürgerkrieges zu sehen, der 2011 begann. Das mit russischer und iranischer Unterstützung aufrechterhaltene Regime von Bashar al Assad, wurde im Dezember 2024 gestürzt.


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Die Wüstenstadt Palmyra war in der Antike ein zentraler Knotenpunkt für den Handel mit Indien. Hier wurde vor allem der Gott Baal, auch Bel genannt, verehrt.


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Das frühbyzantinische Simeonskloster war ein berühmter Wallfahrtsort. Es wurde zu Ehren eines sogenannten Säulenheiligen errichtet, der hier im 5. Jahrhundert nach Christus lebte. Nach ihm ist das Kloster auch benannt.


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Die Oasenstadt Palmyra war in der Antike als Königin der Wüste bekannt. Während des Bürgerkrieges wurden die Ruinen zur Kulisse unfassbarer Gräueltaten des Islamischen Staates an den hiesigen Bewohnern und Archäologen.

Themen

    Details

    Nach dem Sturz des Assad-Regimes reist der Orient-Experte Daniel Gerlach nach Syrien, um herauszufinden, wie es um die Menschen des Vielvölkerstaates und die Kulturdenkmäler des Landes steht.13 Jahre Bürgerkrieg und mehr als 50 Jahre Diktatur haben in Syrien Spuren hinterlassen. Nicht nur die Bevölkerung, auch die zum Teil jahrtausendealten archäologischen Stätten haben gelitten.
    Die Syrer hoffen auf eine bessere Zukunft, aber sie sind skeptisch.Syrien ist ein Land so alt wie die Zeit. Akkader, Assyrer, Hethiter und später auch Griechen, Römer, Kreuzfahrer und Osmanen kamen und gingen. Sie alle hinterließen Spuren und machten Syrien damit zu einer einzigartigen Schatzkammer der Menschheit.Direkt nach dem Sturz des Assad-Regimes eröffnet sich für den Orient-Experten Daniel Gerlach erstmals seit 2011 die Möglichkeit, dieses faszinierende Land mit seiner reichen Geschichte und unzähligen archäologischen Stätten neu zu entdecken und dabei eine Bestandsaufnahme der durch den Bürgerkrieg verursachten Zerstörungen zu machen.Seine Reise führt ihn zu verschiedenen UNESCO-Weltkulturerbe-Stätten: von Bosra im Süden des Landes bis nach Aleppo und Palmyra. In der Wüstenstadt haben Fundamentalisten des Islamischen Staates im Jahr 2015 einen Teil der Kulturgüter zerstört und bewusst Menschen umgebracht, die sich für deren Schutz einsetzten. Die Fanatiker wollten damals nicht nur die Vergangenheit auslöschen, sondern auch die Zukunft der dortigen Menschen, denn das kulturelle Erbe des Landes ist untrennbar mit seinen Bewohnern verbunden.Millionen Syrer haben während des Bürgerkrieges ihre Heimat verlassen. Jetzt gibt es Hoffnung auf Rückkehr und Versöhnung. Daniel Gerlach trifft auf seiner Reise alte Freunde und Bekannte, aber auch Vertreter unterschiedlichster Glaubensgemeinschaften, die sich der Aufgabe verschrieben haben, die gesellschaftliche Spaltung zu überwinden, die durch den Krieg noch verstärkt wurde. Sie sehen sich nicht als Sieger oder Besiegte, Sunniten, Drusen oder Alawiten, sondern als Syrer, die Gewalt ablehnen und respektvoll miteinander leben wollen. Der Sturz des Assad-Regimes bietet die Möglichkeit für einen gemeinsamen Neuanfang.Doch es gibt auch Skepsis gegenüber der neuen, strengreligiösen Regierung, die sich nach ihrem überraschenden Siegeszug jetzt im Alltag bewähren muss.„Terra X“ - Die letzten Geheimnisse des Orients" ist ab Mittwoch, 23. April 2025, in der ZDFmediathek verfügbar.

    Hinweis

    [Ton: Audiodeskription ]

    Personen

    von:Daniel Gerlach, Katrin Sandmann

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