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Berliner am Sonntag? Ist das noch der Tag der Ruhe wie früher? Für die einen ist es Familientag, Singles spüren die Einsamkeit umso stärker, suchen Ablenkung im Sport.Die Arbeitswelt hat sich geändert. Rund um die Uhr sind wir erreichbar. Und was machen wir, wenn wir nicht arbeiten, am Sonntag zum Beispiel? Der Film blickt in fünf Berliner Haushalte, in denen der Sonntag nach wie vor eine besondere Bedeutung hat.Reinhard Orazio ist selbstständiger Gebäudereiniger und freut sich die ganze Woche auf den Flohmarkt, der für den Alltagsphilosophen
Bühne ist.Josef Sella, Geflüchteter aus Gambia und praktizierender Muslim, verdient in Berlin als Lagerarbeiter das Schulgeld für seine Geschwister in seinem Heimatdorf.
Sonntags telefoniert er mit seiner Mutter und träumt von einer Karriere als Schauspieler.Melanie Vahlert ist Heilpädagogin, Ehefrau und Mutter von vier Kindern. Die Familie hat aufgehört, ihre Sonntage zu verplanen. Gemeinsam erproben die umtriebigen Katholiken unterschiedliche Formen des Kraftschöpfens; oft in ihrer Gemeinde, aber keineswegs nur in der Kirche.Barbara Becker hat einige Jahre als Modedesignerin gearbeitet, erfindet sich nach ihrer Scheidung nun neu als
Abenteuerin. Die ehemalige Messdienerin boxt, spielt Klavier und hat kluge Ratschläge gegen sonntäglichen Pärchen-Terror.Jeldos Stecker, Make-up-Artist und Unternehmer, versucht, sonntags konsequent „digital detox“-Strategien einzuhalten - außer wenn Waschbären seine Wege kreuzen. Mit seiner Hündin Akira schaut er Tierfilme oder spaziert durch die Stadt.In der Dokumentation „Sonntag in Berlin“ geht es um die selbst erfundenen Rituale der Großstädter, um ihre Routinen und ihre Reflexionen über diesen besonderen Tag. Mit der Stadt als Bühne, Kulisse, Experimentierfeld, Zufluchtsort. Oder auch als gemeiner Hinterhalt; denn es gibt einige Berliner Ecken, die Sonntagsdepressionen auslösen können.
Hinweis
Personen
von: | Dorothee Wenner, Robin Fischer |
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